Diabetes verstehen – und rechtzeitig handeln:
Diabetes mellitus ist eine der häufigsten Stoffwechselerkrankungen unserer Zeit. Allein in Deutschland leben mehrere Millionen Menschen mit dieser Diagnose und die Tendenz ist steigend. Was viele jedoch nicht wissen: Die Erkrankung entwickelt sich meist über viele Jahre hinweg und sendet frühzeitig Warnsignale aus, die häufig übersehen werden.
Wenn die Menschen darüber mehr wissen würden, gäbe es m.E. weniger Diabetes.
Diabetes Typ 1
Beim Diabetes Typ 1 handelt es sich um eine meist genetisch bedinge Erkrankung. Das körpereigene Abwehrsystem zerstört die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse. Die Erkrankung beginnt meist im Kindes- oder Jugendalter. Betroffene sind von Anfang an auf Insulin angewiesen. Hier ist der Weg schwierig aber es sind Fälle bekannt wo selbst diese Situation verbessert werden konnte.
Diabetes Typ 2
Der deutlich häufigere Diabetes Typ 2 entwickelt sich schleichend. Früher galt er als „Altersdiabetes“ und trat bei Menschen über 60 Jahre auf. Heute betrifft er immer häufiger Menschen im jüngeren Alter und zunehmend sogar Jugendliche und Kinder.
Hier liegt zunächst keine Insulin-Produktionsschwäche vor, sondern eine verminderte Wirkung des Insulins an den Körperzellen. Hierbei spricht man spricht von Insulinresistenz. Durch zu viel Zucker und zu viel Insulin funktionieren die Tore der Zellen nicht mehr und lassen den Zucker nicht mehr rein. Die Bauchspeicheldrüse kann diese Mehrleistung jedoch nicht dauerhaft aufrechterhalten und erschöpft. Die Folge ist, es wird nicht mehr ausreichend Insulin produziert und der Zucker bleibt im Blut. Die Folgen davon sind ernsthafte Erkrankungen.
Die Rolle der Mitochondrien –
die Kraftwerke unserer Zellen
Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass Diabetes nicht nur eine Zuckerkrankheit ist,
sondern auch mit Störungen der Mitochondrien zusammenhängt –
den „Kraftwerken“ unserer Zellen.
Sind diese geschädigt, können die Zellen nur unzureichend Energie produzieren. Bei dieser Erkrankung sind vorwiegend Zellen der Bauchspeicheldrüse betroffen. Dabei vorallem die insulinproduzierenden Zellen, die dann nicht mehr gut arbeiten können. In der Folge wird:
Frühwarnzeichen ernst nehmen
Viele Menschen entwickeln bereits Jahre vor der Diagnose typische Symptome, zum Beispiel:
Diese Anzeichen werden häufig dem Alltag oder dem Älterwerden zugeschrieben – dabei bieten sie eine wertvolle Chance, rechtzeitig gegenzusteuern.
Insulinresistenz –
wenn das Insulin nicht mehr wirkt
Bei der Insulinresistenz ist zwar Insulin vorhanden, doch die Zellen reagieren nicht mehr ausreichend darauf. Stress, Übergewicht, Schlafmangel und eine stark verarbeitete, zuckerreiche Ernährung lassen diesen Prozess entstehen.
Der Blutzucker wird in solchen Situationen nicht allein durch Insulingaben stabil. Der Lebensstil spielt hier eine wesentliche Rolle.
Diabetes ist beeinflussbar
Diabetes ist keine plötzliche Erkrankung, sondern das Ergebnis vieler kleiner Fehler. Und genau hier liegt die Chance:
Werden nachfolgende Punkte bearbeitet und in den Lebenstil integriert und frühzeitigen Blutwert-Kontrollen veranlasst, kann man den Krankheitsverlauf bremsen und oft stoppen oder rückgängig machen.
Ihr nächster Schritt
Sie müssen diesen Weg nicht allein gehen.
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