Osteopathie, Chiropraktik und Neuraltherapie
Ganzheitliche manuelle Therapien in der Naturheilpraxis Hella Hergel
In meiner Praxis verbinde ich drei eng miteinander verknüpfte Therapieformen: Osteopathie, Chiropraktik und Neuraltherapie. Diese Verfahren werden in der Ausbildung häufig gemeinsam gelehrt, da sie sich in ihrem ganzheitlichen Ansatz sinnvoll ergänzen. In der praktischen Anwendung unterscheiden sie sich jedoch deutlich in Vorgehensweise und Zielsetzung.
Mein therapeutischer Schwerpunkt liegt auf der Osteopathie. Die Chiropraktik und die Neuraltherapie setze ich gezielt ein, wenn es aus diagnostischer oder therapeutischer Sicht sinnvoll ist.
Osteopathie
Bewegung als Grundlage von Gesundheit
Die Osteopathie ist eine ganzheitliche, manuelle Therapieform, die davon ausgeht, dass Gesundheit untrennbar mit freier Bewegung verbunden ist. Bewegung betrifft dabei nicht nur Gelenke und Muskeln, sondern auch Organe, Faszien, Gefäße und das Nervensystem.
Einschränkungen in diesen Bewegungsabläufen können langfristig Beschwerden und Erkrankungen begünstigen. Ziel der osteopathischen Behandlung ist es daher, Bewegungseinschränkungen aufzuspüren, Zusammenhänge zu erkennen und die Selbstregulation des Körpers zu unterstützen.
Die Diagnose und Behandlung erfolgt ausschließlich mit den Händen. Durch feine Tastwahrnehmung werden Spannungen, Blockaden und Funktionsstörungen im Gewebe erkannt und behandelt.
Die drei Bereiche der Osteopathie
Parietale Osteopathie
Behandlung des Bewegungsapparates wie Wirbelsäule, Gelenke, Muskeln und Sehnen. Die Wirbelsäule spielt hierbei eine zentrale Rolle, da sie statische, nervöse und funktionelle Aufgaben vereint.
Viszerale Osteopathie
bezieht sich auf die inneren Organe sowie deren Aufhängungen und Beweglichkeit. Einschränkungen in diesem Bereich können sich auf den gesamten Körper auswirken.
Craniale Osteopathie
Arbeitet mit sehr feinen Impulsen im Bereich von Schädel, Kreuzbein und Nervensystem. Auch wenn dieser Bereich fachlich diskutiert wird, berichten viele Patientinnen und Patienten über spürbare Veränderungen und Entlastung.
Ein spezieller Schwerpunkt ist außerdem die CMD-Behandlung (Craniomandibuläre Dysfunktion) . Funktionsstörungen im Kiefergelenk wirken sich häufig auf die Halswirbelsäule und den gesamten Bewegungsapparat aus und werden gezielt osteopathisch behandelt.
Meine besondere Arbeitsweise: Osteopathische Muskelkettentherapie
Neben klassischen osteopathischen Techniken arbeite ich bevorzugt mit der osteopathischen Muskelkettentherapie nach Daniel Buch. Dabei werden gezielt Rezeptoren an bestimmten Punkten angesprochen, um gestörte Bewegungs- und Spannungsmuster im gesamten Körper zu regulieren.
Diese Methode ermöglicht es, den Körper wieder in einen physiologischen Ablauf zu bringen. Nach meiner langjährigen Erfahrung bleiben Korrekturen dadurch häufig stabiler und nachhaltiger als bei rein lokalen Behandlungen.
Eine osteopathische Behandlung dauert in der Regel etwa 50 Minuten. Oft zeigen sich bereits nach ein bis vier Sitzungen deutliche Fortschritte. Der individuelle Therapieverlauf hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab und kann nicht pauschal vorhergesagt werden.
Chiropraktik –
gezielte Impulse für die Gelenkfunktion
Die Chiropraktik beschäftigt sich vor allem mit Funktionsstörungen der Wirbelsäule und der Gelenke. Blockaden können dort nicht nur Schmerzen verursachen, sondern auch Nerven irritieren, die wichtige Körperfunktionen steuern.
In meiner Praxis setze ich die Chiropraktik bewusst ergänzend zur Osteopathie ein, insbesondere dann, wenn nach einer osteopathischen Behandlung noch gezielte Impulse erforderlich sind.
Ich arbeite bevorzugt mit sanften chiropraktischen Techniken. Dazu gehört auch der Einsatz des Chiropractic Adjustment Tools (CAT) aus der amerikanischen Chiropraktik. Diese Methode ist besonders schonend und eignet sich sowohl für Kinder als auch für ältere Menschen.
Die Behandlung erfolgt ohne Medikamente, ist in der Regel schmerzfrei und wird von vielen Patienteninnen und Patienten als sehr wohltuend empfunden.
Neuraltherapie –
Regulation über gezielte Injektionen
Die Neuraltherapie ist eine Regulationstherapie, die mit sehr feinen Injektionen arbeitet. Sie geht auf die Brüder Huneke zurück und wird seit fast 100 Jahren, auch wenn sie schulmedizinisch noch nicht vollständig anerkannt ist.
Verwendet wird das gutverträgliche Lokalanästhetikum Procain, häufig ergänzt durch homöopathische Arzneimittel. Durch die betäubende Wirkung sind die Injektionen in der Regel schmerzfrei und vergleichbar mit einem leichten Mückenstich.
Anwendungsformen der Neuraltherapie :
- Segmenttherapie
Beeinflussung von Organen, Muskeln oder Nerven über bestimmte Körpersegmente und Reflexzonen. - Störfeldtherapie:
Behandlung von Narben oder anderen Störfeldern, die den natürlichen Regulationsfluss des Körpers behindern können. - Homöosiniatrie:
Injektionen in Akupunkturpunkte zur Kombination von Neuraltherapie und Homöopathie. - Ohrakupunktur-Injektionen:
Besonders bewährt bei Schmerz- und Regulationsstörungen.
Die Neuraltherapie kann Heilungsprozesse unterstützen, Schmerzen lindern und die Selbstregulation des Körpers fördern. Gerade bei chronischen oder degenerativen Beschwerden zeigen sich häufig gute Ergebnisse.
Ganzheitlich, individuell und achtsam
Alle drei Therapieformen verfolgen ein gemeinsames Ziel: nicht nur Symptome zu lindern, sondern die Ursachen von Beschwerden zu erkennen und den Körper in seiner natürlichen Regulation zu unterstützen.
Kinder, Erwachsene und Senioren können von diesen ganzheitlichen Behandlungsansätzen profitieren. Gerne bespreche ich im persönlichen Gespräch, welche Therapie oder Kombination für Ihre individuelle Situation sinnvoll ist.
Ich freue mich darauf, Sie in meiner Praxis begrüßen zu dürfen.
